Lions Club Saarburg
7. Dezember
Dr. Manfred Scheuer, ehemaliger Mitarbeiter des Wirtschaftsdienstes der Bundesbank referiert ueber die Europaeische Einigung aus wirtschaftlicher Sicht. Bei seinem Vortrag legt er Wert darauf, scharf zwischen der Europaeischen Union (EU) einerseits und der Waehrungsunion (EWU) andererseits zu trennen.
Aktuell haben 19 der 28 EU-Laender den Euro als Waehrung eingefuehrt. Interessanterweise gibt es darueberhinaus Laender, wie etwa Daenemark, die schon vor einiger Zeit vertraglich zugesichert hatten, die Euro einzufuehren, dies bislang aber noch nicht getan haben. Der Euro als Gemeinschaftswaehrung war von Anfang an ein politisches Projekt. Gedankenexperiment: Stuenden wir -heute- vor der Frage, den Euro einzufuehren, wuerde dies mit dem, was wir an Erfahrungen, vor allem im Zuge der Wirtschaftskrise gemacht haben, sehr wahrscheinlich nicht durchgefuehrt oder nur in sehr abgewandelter Form. Allerdings betont Dr. Scheuer, dass die Euro-Abschaffung, jetzt, wo wir ihn schon einmal haben, das vielleicht nachteiligste Szenario waere. Als Risiko-Faktoren, die den Erfolg des Euro beeinflussen oder sogar gefaehrden koennten, nennt Dr. Scheuer die aktuelle Fluechtlingskrise und den zu beweisenden Reformwillen, gerade einiger groesserer Mitgliedsstaaten, namentlich Italien und Frankreich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Widerstaende und tendenziell wachsenden nationalen Stroemungen rueckt die Idee einer Fiskalunion erstmal in weite Ferne.
Dagegen sind die vier Grundfreiheiten des EU-Binnenmarktes allgemein vorteilhaft , und dies nicht nur fuer die Industrie: Freier Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. In der Praxis zeigt sich dies in einem groesseren Absatzmarkt, Rechtssicherheit, Ahndung von Rechtsverstoessen, sowie Foederung von Bildung und Ausbildung.
Dr. Scheuer schliesst seinen Vortrag mit dem Verweis auf fruehere Waehrungsunionen aus dem 19. Jahrhundert, die letztlich daran gescheitert sind, dass einzelne Mitlglieder zu hoch verschuldet waren. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnis bei den politischen Entscheidern Beachtung findet und die einzelnen Mitgliedsstaaten ihre "Hausaufgaben" machen, so dass uns der mittlerweile liebgewonnene Euro als stabile Waehrung noch lange erhalten bleibt.
8. November 2015
Bei gut 20 Grad Aussentemperatur stroemten die Besucher regelrecht durch die verkehrsberuhigten Zonen des verkausoffenen Nussknacker-Sonntags.
Unsere LC-Damen waren wie immer ueberaus eifrig beim Losverkauf und beim Betrieb der eigens angemieteten, und sehr ansehnlich hergerichteten Kuchentheke. Lediglich der Gluehwein-Absatz blieb aufgrund der fruehlingshaften Witterung hinter den Erwartungen zurueck, was aber der sehr angenehmen und gleichzeitig entspannten Stimmung keinen Abbruch tat.
2. November 2015
Der aktuelle Praesident der Chaîne des Rôtisseurs, Dr. Heinz Gander, unterstuetzt durch seinen Amtsvorgaenger Ulli Schroeder stellen heute ihre Bruderschaft (franz. Confrérie) vor und berichten über Mission, Ursprung und Aktuelles.
Die Chaîne versteht sich als Wahrer und Foerderer der gepflegten Tisch- und Tafelkultur, verliert dabei aber die weniger privilegierten Teile der Bevoelkerung nicht aus den Augen. Aehnlich dem Konzept der Lions engagiert sich die Chaîne bei Charity-Veranstaltungen und hilft Menschen in Not.
Die bereits 1248 in Frankreich gegruendete Chaîne war urspruenglich eine Zunft der Gaensebratkoeche. Denen, die einen Einblick in das damalige Umfeld wuenschen, empfiehlt Dr. Heinz Gander den Klassiker Vatel (mit Gérard Depardieu und Uma Thurman).
Durch ihre Naehe zum Adel wurde die Bruderschaft 1793 im Zuge der franzoesischen Revolution verboten und erst 1950 wieder neu gegruendet, diesmal auch ausdruecklich zugaenglich für nicht-Koeche.
Heute ist die Chaîne des Rôtisseurs weltweit praesent, organisiert Galas, Conventions, Charity-Veranstaltungen und auch Weltmeisterschaften für Koeche und Sommeliers.
5. Oktober 2015
Heute referiert Günther Möhlig, selbst Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom, über die Aktion Musiker für Musiker e.V. (AMME). Ziel von AMME ist es, ganz im Sinne des Inklusionsgedankens, geistig oder körperlich behinderten Menschen, das aktive Musizieren beizubringen.
Aber nicht nur Schüler lernen bei AMME, sonder auch die Lehrer selbst, denn ein behinderter Menschen benötigt zusätzlich zum reinen "Wissenstransfer" noch weitere Unterstützung, um das Spielen eines Instrumentes wirklich erlernen zu können.
Dank AMME musizieren in der Region Trier mittlerweile ca. 100 Schüler in 7 Förderschulen. Dabei ist Herrn Möhlig wichtig, dass Jeder seinen Möglichkeiten entsprechend gefördert wird, "Lieber aktiv machen, statt passiv geniessen!" hört man ihn sagen.
Durch sein permantes Engagement und sprichwörtlichen "langen Atem" konnte Herr Möhlig seinerseits Unterstütztung durch die Aktion Herzenssache und die Nikolaus-Koch-Stiftung für seine Sache gewinnen. Seine grosse Eigeninitiative brachte ihn ebenfalls in Kontakt mit der Landesregierung und findet seinen nächsten Meilenstein in einem "Runden Tisch" Anfang 2016.
Dabei ist das Konzept nicht auf Musikunterricht begrenzt, sondern kann leicht auf die Bereiche Gesang und Tanz ausgeweitet werden. Abschliessend sei noch angemerkt, dass die durch AMME qualifizierten Musiklehrer auf für andere Bevölkerungsgruppen Hilfe leitsten könnten, so z.B. Demenzkranke oder Personen mit motorischen Schwierigkeiten.
7. September 2015
Bei durchaus akzeptablem Spätsommerwetter fanden sich nach und nach geschätzte 30 feierwillige Lions beim diesjährigen Saarburger Weinfest ein. Die jeweiligen Neuankömmlinge wurden von den bereits Anwesenden per erfrischendem Sektempfang freundlich willkommen geheissen.
Dieses Jahr wurde das "Mittelstück" nicht bewirtet, was die Fest-Meile faktisch zweiteilte. Vielleicht war es auch diesem Umstand lokaler Infrastruktur geschuldet, dass sich im Laufe des Abends zwei Gruppierungen herausbildeten, die sich jeweils strategisch günstig an jedem Ende der Fest-Meile positionierten, um dort frisch eintreffende Lions sofort gebührend im Empfang nehmen zu können.
Insgesamt ein sehr fröhliches Zusammentreffen mit interessanten Gesprächen.
10. August 2015
Grußwort des Präsidenten
Liebe LIONS Freunde,
Vielen Dank für Euren Einsatz und den Erfolg beim diesjährigen Boules Turnier in Nittel. Der Pokal weilt dieses Jahr wieder in unserer Runde, Fotos findet Ihr in der beigefügten Anlage.
Vielen Dank an Alle, an Rainer für die Anschaffung des Pokals und an Anne und Stephan für die tolle Boules Bahn, die angenehme Bewirtung und das passende Wetter.
Ich freue mich auf unseren nächsten Clubabend am Montag. Wir treffen uns ab 19.30 Uhr in der Nitteler Sektscheune zur Weinkirmes.
Ein schönes Wochenende und bis Montag
Michael
20. Juli 2015
Bei sprichwörtlichem "Kaiserwetter" und unter reger Beteiligung der Clubmitglieder übergibt Norbert Hausen in unserem Clubhaus in Ayl die Präsidentschaft für das Jahr 2015/2016 an Michael Wagner. Unser Lionsfreund Gerhard Faß ist nun Vize-Präsident.
Viel Erfolg und Freude für Michael und Gerhard in ihren neuen Funktionen !
6. Juli 2015
Zusammen mit ihrem Lebenspartner, besuchte Olympiasiegerin, Polizeikommissarin und Botschafterin des Weissen-Rings, Miriam Welte, den Lionsclub Saarburg. Vor ca. 50 Interessierten Zuhören hielt sie einen spannenden Vortrag zu ihrer Radsport-Karriere und Berufsweg als Polizistin.
Geboren 1986 in Kaiserslautern, begann sie im zarten Alter von 13 Jahren, sich für den Radrennsport zu interessieren. Sie siegte mehrfach bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften. Ein Sieg im Team-Sprint (zusammen mit Kristina Vogel) bei den olympischen Spielen 2012 in London markiert zweifelsohne einen Höhepunkt in ihrer sportlichen Karriere.
Solch extreme Leistungen erfordern einen umfangreichen und strikten Trainingsplan. So ist die sympathische Sportlerin viel in der Welt unterwegs und spult ihr Programm, je nach Jahreszeit, in Colorado oder Singapur ab.
In der anschließenden Fragerunde stand Miriam Welte dem begeisterten Auditorium noch lange zur Verfügung und berichtete von unglaublichen Zahlen, wie z.B. produzierten 1.600 Watt beim Start und erreichten 71 km/h in der Spitze.
Schließlich teilte sie mit uns noch ihr sportliches Motto: Tue das was du kannst, da wo du bist, mit dem was du hast! (Theodore Roosevelt)

















































